Thematische  Einführung



Aktuelle Projekte:


Zurzeit sind zahlreiche Projekte zum kommerziellen Anbau von Jatropha zu beobachten. Hierbei sticht vor allem die D1 Oil Gesellschaft hervor, die sich auf die Herstellung von Biodiesel spezialisiert hat. Nach eigenen Angaben besitzt D1 Oil etwa 6 Mio ha Land in Entwicklungsländern, die zur Bepflanzung mit Jatropha bereit sind. Mittlerweile werden  257.000 ha weltweit von D1 Oil mit Jatropha bewirtschaftet, was ungefähr einem Viertel der Weltproduktion des Jahres 2008 entspricht. Erste Erfahrungen zeigen jedoch dass sich die erwarteten Erträge von 1.000 – 3.000 Liter Agrodiesel pro Hektar nur bei guter Bewässerung und humushaltigen Böden erzielen lassen. Auf schlechten Böden in niederschlagsarmen Gebieten reduziert sich der Ertrag auf  250 – 500 Liter pro Hektar. Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass das Potenzial der Jatrophapflanze weitestgehend unerforscht ist und sich durch weitere Forschung und Züchtung wahrscheinlich deutliche Ertragsteigerungen erzielen lassen.



Mobiler Bereich

1. Daimler AG

In Indien betreibt die Daimler AG zusammen mit dem indischen "Central Salt & Marine Chemicals Research Institute" (CSMCRI) und der Universität Hohenheim mit Förderung durch die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) ein Public Private Partnership-Projekt zur Gewinnung von Biodiesel. Hier wird Jatropha seit Januar 2004 auf mehr als 30 Hektar Ödland in Indien angepflanzt und liefert ölhaltige Samen, aus denen Biodiesel gewonnen. Aufgrund der hohen Luftverschmutzung ist es in Dehli verboten, mit Dieselmotoren zu fahren. Außerdem muss Diesel importiert werden. Deswegen ist auch die indische Regierung daran interessiert, einen sauberen, einheimischen Kraftstoff zu entwickeln, um die Umweltproblematik zu entschärfen. Die Daimler AG hat das Interesse, sich auf dem riesigen indischen Markt zu etablieren. Im August 2005 legten drei Mercedes Autos mit Jatropha-Methyl-Ester betankt 30.000 km zurück und überquerten den höchsten Pass der Erde in 5.906 m Höhe.

2. Air New Zealand

Spätestens seit den hohen Kerosinpreise Mitte des Jahres 2008 sind diverse Fluggesellschaften auf der Suche nach alternativen Kraftstoffen. Im Dezember 2008 absolvierte Air New Zealand einen zweistündigen erfolgreichen Testflug bei dem eine 50:50 Mischung aus regulärem Jet-A1-Treibstoff und synthetischem, paraffinischem Kerosin aus Jatrophaöl zum Einsatz kam. Sollte sich der Biotreibstoff bewähren und alle Sicherheitsanforderungen erfüllen, plant Air New Zealand einen Teil seiner Flotte für den Einsatz von Biokrafstoffen umzurüsten.


Stationärer Bereich

Ende 2008 gab es in Deutschland noch keine kommerziellen BHKW, die dauerhaft mit Jatrophaöl betrieben wurden. Allerdings hat die Biomotor Gmbh bereits erste Tests zur Gewinnung von reinem Öl bzw. Biodiesel aus Jatrophanüssen im industriellen Maßstab erfolgreich abgeschlossen.


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